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Kroatien grenzt im Norden an Ungarn und Slowenien, im Osten an Serbien und Montenegro und an Bosnien-Herzegowina. Es besitzt einen langen, sich nach Süden hin verengenden Küstenstreifen an der Adria mit den Häfen Rijeka, Pula, Zadar, Sibenik, Split und Dubrovnik und ein größeres Gebiet im Inland, das sich von Zagreb in östlicher Richtung bis an die durch die Donau gebildete Grenze zu Serbien erstreckt.

ISTRIEN: Istrien ist die größte Halbinsel an der kroatischen Küste und konnte sich dank seiner guten Verkehrsverbindungen mit Italien und Österreich zum bedeutendsten Urlaubsziel des Landes entwickeln. Pula, das administrative Zentrum der Region und der Haupthafen, wurde von den Römern im 5. Jahrhundert v.Chr. gegründet.

Einige interessante Bauten aus jener Zeit sind noch vorhanden, vor allem die Arena, ein gut erhaltenes Amphitheater, in dem Sommerkonzerte und das jährliche Filmfestival abgehalten werden. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge in den Brijuni Nationalpark, ein Archipel aus 14 unberührten Inseln. Auf der größten Insel, Veli Brijun, kann man auch über Nacht bleiben, hier gibt es auch touristische Einrichtungen. An der Westküste Istriens befindet sich Kroatiens meistbesuchte Region, Porec. Zum Glück liegen die beiden großen Hotelkomplexe Plava Laguna und Zelena Laguna etwas außerhalb der Stadt an der Küste, so dass der historische Kern unbeschadet blieb. Das auf einer kleinen Halbinsel gelegene Porec stammt aus römischer Zeit, die Hauptattraktion hier ist die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte Euphrasius Basilika, die mit wundervollen byzantinischen Mosaiken geschmückt ist. Istriens zweitbeliebtes Resort, Rovinj, wurde ursprünglich auf einer kleinen Insel erbaut, doch im 18. Jahrhundert wurde die kleine Meerenge zwischen Insel und Festland aufgefüllt. Außerhalb der Stadt befindet sich Zlatni Rt, ein friedlicher Park mit Zugang zu mehreren abgeschiedenen Buchten, in denen man baden kann. Auf halbem Weg zwischen Porec und Rovinj liegt Vrsar, wo sich Koversada, Europas größtes FKK-Resort, befindet. Im Landesinneren bieten romantische Bergstädtchen wie Motovun und Gro~njan eine hervorragende Abwechslung zur Küste.

KVARNER: Das wirtschaftliche und administrative Zentrum dieser beliebten und viel besuchten Inselregion ist Rijeka, Kroatiens größter Hafen. Außer der auf einem Hügel gelegenen Trsat Burg, die eine spektakuläre Sicht auf das Meer bietet, gibt es in Rijeka nicht viel von architektonischem Interesse, Hauptattraktion ist der jährlich stattfindene farbenfrohe Karneval. Die Haupttouristengebiete in Kvarner sind Opatija, Crikvenica und Novi Vinodolski (auch als die “drei Rivieras” bekannt), hier findet man ausgedehnte Kieselstrände und sehr gute Unterkunftsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen. Opatija, Kroatiens ältestes Urlaubsresort, war vor allem beim österreichisch-ungarischen Adel sehr beliebt. Ein Hauch Eleganz des Fin-de-Siecle ist immer noch zu spüren. Von den vielen, in der Bucht von Kvarner verstreuten Inseln ist das über eine Brücke mit dem Festland verbundene Krk sowohl die größte als auch die am besten entwickelte Insel. Hier findet man saubere Strände und ein umfangreiches Freizeitangebot für Urlauber. Etwas weiter entfernt liegen Rab mit seiner hübschen mittelalterlichen Stadt und zahlreichen eleganten romanischen Glockentürmen, das bei Naturliebhabern sehr beliebte Cres, wo sich der Vransko See befindet, und Loainj mit seinen Pinienwäldern und vielen Badebuchten. Im Hinterland von Rijeka in den Bergen von Gorski Kotar liegt der Risnjak Nationalpark, der an seiner höchsten Stelle 1528 m erreicht und viele Wanderer und Bergsteiger anzieht.

NORDDALMATIEN: Die Hauptstadt und der wichtigste Hafen dieser Region ist Zadar, dessen historisches Zentrum aus engen, gepflasterten Gassen, Resten aus der römischen Zeit und einigen interessanten Kirchen besteht, darunter der romanische Dom aus dem 12. Jahrhundert. Die Hauptattraktion der Region ist allerdings der Kornati Nationalpark, ein Archipel aus über 90 Inseln, die auf eine Fläche von 300 qkm verstreut sind. Die so gut wie unberührten Inseln sind durch felsige Landschaft und wenig Vegetation gekennzeichnet. Die meisten Besucher sind Tagesausflügler, die mit dem Boot ankommen, doch es stehen auch einige renovierte Steinhütten zur Verfügung, die eine Art “Robinson Crusoe”-Unterkunft bieten. Im Hinterland von Zadar, an den Südhängen des Velebit Massifs, befindet sich der Paklenica Nationalpark, ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger. Die zweitwichtigste Stadt der Region ist `ibenik, deren von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Dom aus dem 15. Jahrhundert man unbedingt besuchen sollte. Die Stadt ist der ideale Ausgangspunkt für einen Besuch des Krka Nationalparks. Der Fluss Krka hat hier eine malerische Schlucht geschaffen, besonders beliebt sind die spektakulären Wasserfälle Skradinski buk und die Insel Visovac, wo man per Boot ein Franziskanerkloster besuchen kann.

MITTELDALMATIEN: Split (s.o.), Kroatiens zweitgrößte Stadt, ist auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Mitteldalmatiens. Das nahe gelegene mittelalterliche Städtchen Trogir, das im 3. Jahrhundert v.Chr. von den Griechen gegründet wurde, ist ein UNESCO-Welterbe, das besonders für seine herrlichen Steinbauten im Stil der venezianischen Gotik bekannt ist. Um Meer und Sonne zu genießen, sind besonders die Resorts der Makarska Riviera wie geschaffen, die sich um die hübsche Stadt Makarska herum befinden, hier gibt es ausgedehnte Kieselstrände und gute Unterkunftsmöglichkeiten für die vielen Urlauber. Die Hauptattraktion Mitteldalmatiens sind allerdings die Inseln, die sehr viel unberührter sind als die im Norden des Landes. Von Split aus erreicht man sehr schnell die Insel Brac, die vor allem für ihren traumhaften Strand Zlatni Rat (das goldene Kap) in der Nähe des Resorts Bol bekannt ist. Hvar ist Dalmatiens wohl schönste Insel und zeichnet sich besonders durch seine schroffe Küstenlinie, hervorragenden Weine und Lavendelfelder aus. Der größte Ort, Hvar, ist um einen malerischen Hafen angeordnet und wird von einer Festung überblickt. Nette Cafés und Restaurants befinden sich am Hauptplatz, der von eleganten “Palästen” aus dem 15. Jahrhundert und dem viel fotografierten Renaissance-Dom umsäumt ist. Angeblich hat Hvar die meisten Sonnenstunden im ganzen Adriaraum. Hotels bieten Gratis-Unterkunft, falls es schneien sollte. Etwas weniger elegant aber ebenso gut mit Hotels und Badestränden ausgestattet ist die freundliche Stadt Jelsa. Vis, Kroatiens abgelegenste bewohnte Insel, ist sehr naturbelassen. Aufgrund ihres ehemaligen Status als jugoslawischer Militärstützpunkt war die Insel bis 1989 für Ausländer nicht zugänglich, weshalb die touristischen Einrichtungen nur sehr begrenzt sind.

SÜDDALMATIEN: Das Hauptzentrum dieser südlichsten Region Kroatiens ist Dubrovnik (s.o.). Recht nah befindet sich eine Gruppe winziger, verkehrsfreier Inseln, die als die Elaphiten bekannt sind. Hier gibt es einsame Strände und einfache touristische Einrichtungen. Weiter entlang der Küste liegt die Insel Korcula mit dem hervorragend erhaltenen Städtchen Korcula, einem Wunderwerk an mittelalterlicher Stadtplanung, das ausländische Besucher bereits seit den 1920-er Jahren bezaubert. Im Sommer finden hier regelmäßig Vorführungen des farbenprächtigen Moreaka-Schwerttanzes statt. Das nahe gelegene Dorf Lumbarda bietet einen der wenigen Sandstrände Kroatiens. Im herrlichen Mljet National Park auf der Insel Mljet findet man dichte Wälder und die zwei miteinander verbundenen Salzwasserseen Veliko Jezero und Malo Jezero. Im Zentrum des größeren Sees liegt die Santa Maria Insel mit ihrem Benediktinischen Kloster. Eine Reihe von Wanderwegen verlaufen um die Seen und durch die Wälder und sind hervorragend zum Wandern oder Mountainbiking geeignet. Wie Vis (s. Zentraldalmatien) ist auch Lastovo (Internet: www.lastovo-tz.net) eine eher abgelegene Insel, die früher als jugoslawischer Militärstützpunkt diente. Hier entsteht zurzeit ein neuer Naturpark. Südlich von Dubrovnik auf dem Festland befindet sich Cavtat, ein attraktives Ferienresort mit zahlreichen Hotels und Kieselstränden. Südlich von hier liegt die Grenze zu Montenegro.

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